ITALIEN |
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| MEINE GROSSE LEIDENSCHAFT !!! | |||||||||||||
| Für die, die diese Leidenschaft teilen, viel Spaß beim Durchschaun! | |||||||||||||
| Fahren Sie auf keinen Fall mit der entsetzlichen Vorstellung dorthin, Italien sei nur ein Museum für Altertümer und Kunst. Lernen Sie die Italiener verstehen und lieben - sie sind noch faszinierender als das Land. | |||||||||||||
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Italien- ein Land? Viele Länder! |
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Wer einmal das Land Italien bereist hat, glaubt er hätte eine Vorstellung von dem Italiener an sich, doch der Italiener selbst bezeichnet sich, schon seit dem Mittelalter, erst als Florentiner, Sizilianer oder Römer, dann als Italiener. Die Geschichte, die späte Einheit des Landes (1871) deuten dem Aussenstehenden an, wie sehr der Italiener sich zunächst mit seiner Region und erst dann mit seiner Nation identifiziert. Wer also ein komplexes Bild von den Italienern bekommen möchte, sollte sich nicht auf ein Urlaubsziel beschränken, sondern Nord-, Mittel- und Süditalien bereisen. Er wird auf dieser Reise vielleicht herausfinden, wie sehr und, warum, sich der Norditaliener vom Süditaliener unterscheidet. |
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Die vielseitigen und facettenreichen Kulturen, welche schon seit Jahrhunderten bewundert werden, zeigen dem Besucher auf seinen prächtigen Plätzen und in seinen kleinen, romantischen Gassen seine Gesichter. Nur das intimste Privatleben spielt sich hinter der Wohnungstür ab, doch auch die Fenster zur Strasse sind stets geöffnet, daß so manches Mal das italienische Temperament in den Gässchen wiederhallt. Ja, Italien hat neben der Sonne einiges zu bieten: wie wäre es mit einer Strandpartie auf Elba, einer Schiffsfahrt auf dem Gardasee, einer Klettertour in den italienischen Voralpen, einem Tauchgang vor der felsigen Küste Siziliens oder vielleicht doch einem Spaziergang durch die Kulturgeschichte, durch Rom? |
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| Sehnsucht, die hatte auch schon der wohl berühmteste deutsche Italienreisende: Johann Wolfgang von Goethe, er begann seine Reise mit den Worten: "Den dritten September früh drei Uhr stahl ich mich aus Karlsbad, weil man mich wohl nicht fortgelassen hätte. Die Gesellschaft, die den achtundzwanzigsten August, meinen Geburtstag, auf eine sehr freundliche Weise feiern mochte, erwarb sich wohl dadurch ein Recht, mich festzuhalten; allein hier war nicht länger zu säumen." An der Grenze angekommen, mit der Postkutsche, schrieb er: "Bei heiterem Sonnenschein kam ich nach Bozen. Die vielen Kaufmannsgesichter freuten mich beisammen. Ein absichtliches wohlbehagliches Dasein drückt sich recht lebhaft aus. Auf dem Platze saßen Obstweiber mit runden, flachen Körben, über vier Fuß im Durchmesser, worin die Pfirschen neben einander lagen, daß sie sich nicht drücken sollten." Buon viaggio, gute Reise, zunächst durch diese Seiten! |
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Landesfläche: 301.268 km2 (Weltrang 22), davon 22% Wald, 42% Ackerland, 17% Wiesen und Weiden |
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Ausdehnung: N-S 1300 km, W-O bis 510 km |
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Landesgrenzen: 932 km (Österreich 430 km, Frankreich 488 km,Vatikanstadt 3 km, San Marino 39 km, Slowenien 232 km, Schweiz 740 km) |
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Küste: 7 600 km |
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Gliederung: 20 Regionen, 95 Provinzen |
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Hauptstadt: Rom |
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Größte Städte: Rom 2,654,187; Milan 1,306,494; Neapel 1,050,234; Turin 923,106; Palermo 689,301; Genua 659,116; Bologna 386,491; Florenz 383,594; Catania 341,623; Bari 336,560; Venedig 298,915 |
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Nationalfeiertag: 25. April (Tag der Befreiung); 1. Sonntag im Juni (Gründungstag der Republik im Jahre 1946)Geographische Lage: zwischen 47° 05' und 35° 47' nördlicher Breite sowie 6° 33' und 18° 31' östlicher LängeGeographische Merkmale: höchster Berg --> Mont Blanc 4807 m; längster Fluß --> Po 620 km; größter See --> Gardasee 370 km2. |
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Geographie: ![]() Im Norden trennen die Alpen Italien von Frankreich, der Schweiz, Österreich und Slowenien. Südwärts, jenseits der weiten, fruchtbaren Nordebene, erstrecken sich die Apenninen von den Alpen im Nordwesten bis zur "Stiefelspitze" nach Kalabrien und bilden das Rückgrat der Halbinsel. einen ganz eigenen Charakter weisen die Inseln Sizilien im Süden und Sardinien im Westen auf. Die westlichen und zentralen Alpen erreichen mit dem Mont Blanc an der französischen Grenze und dem Mont Rosa (4634 m) an der Schweizer Grenze ihre höchsten Erhebungen. die schönen norditalienischen Alpenrandseen wie der Lago Magiore, der Comer See, Iseo- und Gardasee entstanden, als das Wasser der geschmolzenen Gletscher die Täler des Alpenvorlandes füllte. Nordöstlich des Gardasees erheben sich die zerklüfteten Kalksteingipfel der Dolomiten als Teil der Ostalpen bei Marmolada bis zu einer Höhe von 3342 m. Die Böden der norditalienischen Ebene (Schwemmland) sind sehr fruchtbar. |
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Dieser Landstrich ist mehr als 320 km lang und bis zu 200 km breit. Über die Hälfte des Gebietes durchzieht der Po. Der ausgedehnte Gebirgsrücken der Appeninen schließt an die westlich vorgelagerten Ligurischen Alpen an und reicht bis zur Nordwestküste der italienischen Riviera, schwenkt in einem Bogen über die Halbinsel und erreicht seinen höchsten Punkt im zerklüfteten Kalkmassiv des Gran Sasso d'Italia nordöstlich von Rom. Auf der Westseite durchfließen der Arno und der Tiber die anschließende Beckenlandschaft. Im Osten formen zahlreiche Flüsse eine Landschaft parallel verlaufender Bergrücken und Täler, die auf eine schmale Küstenebene hin zulaufen. Südöstlich richtet sich die Kalktafel Apuliens mit dem Kalksporn des Monte Gargano auf. Tief im Süden trennt der Golf von Taranto den "Absatz" von der "Zehenspitze" des italienischen "Stiefels". Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße von Messina liegt Sizilien, die größte Insel des Mittelmeers. Die Landschaft ist gebirgig und die höchsten Erhebungen liegen im Norden. Die Ostseite beherrscht der aktive Vulkan Ätna. Das Gebiet ist aufgrund der Lage Italiens zwischen der eurasischen und afrikanischen tektonischen Platte erdbebengefährdet. |
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Weitere Vulkane der Region sind der Stromboli und der Vulcano auf den Liparischen Inseln nördlich von Sizilien sowie der Vesuv bei Neapel, dessen Ausbruch im Jahr 79 vor Christi die Stadt Pompejy völlig zerstörte. In den Phlegräischen Feldern treten vulkanische Gase aus. Vulkanisch aktiv sind auch die Hochländer zwischen Monte Amiata und den Albanbergen in der Nähe von Rom: bei Viterbo gibt es Schlammquellen, und die Kraterseen Bolsena und Nemi sind ebenfalls vulkanischen Ursprungs. Thermalquellen finden sich im Norden und in den Euganesischen Hügeln unweit von Padua. Im gesamten Gebiet treten gelegentlich schwere Erdbeben auf. Im Norden und Osten der Insel Sardinien ragen raue und ältere Gebirge auf, mehr als es sie auf dem Festland gibt; im Westen der Insel brachten frühere Vulkanausbrüche Basalttafeln hervor. |
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Klima: In den Alpen sind die Wintermonate gewöhnlich kalt und schneereich, während die Sommer kurz und kühl sind. Die Temperaturen schwanken erheblich. Niedrige Temperaturen an den höher gelegenen Hängen wechseln mit Temperaturanstieg durch intensive Sonneneinstrahlung. |
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Flora/Fauna:
Wie große Teile Europas war auch das Italienische Tiefland früher dicht bewaldet, aber nach 2200 Jahren intensiver landwirtschaftlicher Nutzung blieb in den nördlichen Ebenen kaum etwas von der ursprünglichen Vegetation erhalten. Nutzpflanzen beherrschen die Landschaft und selbst die Pappeln an den Flußufern wurden angepflanzt. Weiter im Süden überwucherte dichtes Strauchwerk aromatischer Pflanzen brachliegendes Ackerland oder aus steinigen gebieten wurden Heidelandschaften mit niedrigem Buschwerk und blühenden einjährigen Pflanzen. In einigen Gebieten, z.B. in Kalabrien, entstand eine wüstenähnliche Landschaft. In den den Apenninen wachsen Eichen, Kastanien und Buchen. Auf der Westseite des Gebirges und auf Sardinien finden sich an den unteren Berghängen bis 600 m immergrüne Wälder. In den Alpen halten sich nur wenige Pflanzen oberhalb 2250 m. aufgrund forstwirtschaftlicher Nutzung blieb ein Eichen- und Süßkastanienbestand auch in den Vorgebirgen erhalten. |
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Rund um die Seen wachsen Oliven-, Lorbeerbäume und
![]() Zypressen. Über Jahrhunderte betriebene Jagd und dichte Besiedlung führten zu einem enormen Rückgang der Tierwelt. Die Alpen bieten jedoch noch heute Hermelin, Alpen-Hasen und Rebhühnern eine sichere Zuflucht. Zu den größeren Säugetieren gehören Steinböcke, die immer seltener werdenden Braunbären, Gämsen und Rotwild. Im Süden des Landes leben Füchse und in den Appeninen auch Wölfe. Auf Sardinien sind neben Damhirschen auch Mufflons und Wildschweine beheimatet. Zu den reichen Fischbeständen in den Küstengewässern gehören Thunfisch, Schwertfisch und Haie. Die Umweltverschmutzung der Gewässer stellt ein ernstes Problem dar. Sowohl an der Mittelmeer- als auch an der Adriaküste führte ein verstärktes Algenwachstum zum Absterben vieler Lebensformen im Meer. Dieses Wachstumsphänomen wurde durch chemische Rückstände aus der Industrie und Landwirtschaft, die ins Meer gespült wurden, extrem begünstigt. Die Algen entzogen dem Wasser Sauerstoff, wodurch ein gewaltiges Fischsterben einsetzte. Zugleich wurden die Strände von übel riechendem Schlick verunreinigt. Mit dem Bau neuer Kläranlagen in den 90er-Jahren begann sich die Situation zu bessern. |
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Rohstoffe: Braunkohle, Pyrit, Flußspat, Bauxit, Blei, Zink, Asphalt, Marmor, geringe Erdgas- und Erdölreserven, Fisch |
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Weltkulturerbe:
Felsenzeichnungen im Val Camonica (Lombardei); Kirche und Dominikanerkonvent Santa Maria delle Grazie mit Leonardo da Vincis "Abendmahl" in Mailand; Historisches Zentrum von Rom, Basilika St. Paul "vor den Mauern" in Rom und Vatikanstadt; Historisches Zentrum von Florenz; Venedig und seine Lagune; Domplatz von Pisa; Historisches Zentrum von San Gimignano; Felsarchitektur der Sassi di Matera; Vicenza und die Villen des Architekten Palladio in der Region Venetien; Historisches Zentrum von Siena; Historisches Zentrum von Neapel; Crespi d'Adda (typische Gewerbewohnsiedlung aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert) in Neapel; Ferrrara: Stadt der Renaissance; |
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| Castel de Monte; "Trulli" (Rundbauten) von Alberobello; Frühschristliche Baudenkmäler und Mosaike von Ravenna; Historisches Zentrum von Pienza; Königliches Schloß in Caserta mit Park, Aquädukt und der San-Leucio-Anlage; Residenzen des Hauses Savoyen in Turin und Umgebung; Botanischer Garten in Padua; Kathedrale, Torre Civica und Piazza Grande in Modena; Archäologische Stätten von Pompeji, Herculaneum und Torre Annunziata; Römische Villa von Casalet (Sizilien) mit ihren Mosaiken; Nuraghe (bronzezeitliche Turmbauten) von Barumini (Sardinien); | |||||||||||||
| Kulturlandschaften Portovenere und Cinque Terre; Kulturlandschaft Küste von Amalfi; Archäologische Stätten von Agrint; Nationalpark Cilento Val di Diano mit Paestum, Velia und der Kartause von Padua; Historisches Zentrum von Urbino; Archäologische Fundstätten und die Basilika des Patriarchen von Aquileia; Hadransvilla bei Tivoli | |||||||||||||
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Bildung:
Allgemeine Schulpflicht von 6 bis 14 Jahren. Einschulungsquote im primären Bereich 96,6%. Es gibt verschiedene Formen der höheren Sekundarschule (naturwissenschaftlich, klassisch, technisch, berufsbezogen). Parma (gegründet 1066) und Bologna (1088) sind die ältesten Universitäten Europas und waren Vorbild für das frühe europäische Hochschulsystem. Insgesamt mehr als 50 Hochschulen; die traditionsreichsten in Modena (1175), Perugia (1200), Padua (1222), Neapel, Pavia (1224), Siena (1240) und Rom (1303). Analphabetenrate: Männer 1,4%, Frauen 2,4%. |
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Venedig |
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Kultur:
Die italienischen Einflüsse auf die europäische Kultur können kaum hoch genug eingeschätzt werden. Beginnend mit der römischen Antike über die Renaissance bis in die heutige Zeit haben Dichter und Denker, Musiker, Architekten und Maler aus dem italienischen Raum Europa entscheidend geprägt. |
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Essen und Trinken:
Die Italiener nehmen morgens ein leichtes Frühstück zu sich, das oft aus einer
Tasse Kaffee für Erwachsene und warmer Milch für die Kinder sowie Biscotti
(Keksen), Croissants, Brot oder Brötchen besteht. Die beliebteste Hauptspeise
sind Teigwaren (Pasta), die es in einer unüberschaubaren Zahl verschiedener
Formen gibt. Die wohl berühmteste Nudelsorte sind die Spaghetti. Hinter dem
Begriff Ravioli verbergen sich beispielsweise kleine Teigtaschen mit einer
Füllung aus Fleisch, Käse oder Gemüse, während es sich bei Fettuccine um
breite Bandnudeln handelt. Die Pasta wird mit vielen verschiedenen Soßen und
Beilagen serviert.
Hierzu gehört die
Bolognese, die aus Tomaten und magerem gehackten Fleisch vom Rind, Schwein
oder Kalb besteht. Gerne essen Italiener ihre Teigwaren auch mit Lachs oder
Pilzen. Fisch stellt ebenso wie verschiedene Fleischsorten und -produkte, wie
z. B. Kalbsfleisch, Schinken und Salami, einen wichtigen Bestandteil des
Speiseplans dar. Auch Käse wird in zahlreichen Sorten und Varianten angeboten
und sehr gern gegessen. Die weltberühmte Pizza hat ihre Heimat im Süden des
Landes. Eine typische Alltagsmahlzeit setzt sich aus drei Gängen zusammen.
Wenn die Italiener allerdings ein Fest feiern oder im Restaurant essen,
besteht das Mahl normalerweise aus einer Vorspeise, einem Nudelgericht, einem
Hauptgericht mit Fleisch oder Fisch, einem Nachtisch und Käse. Der Salat wird
oft nach der Hauptspeise serviert.
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Umgangsformen:
Eine formlose Begrüßung unter Freunden ist Ciao (“Hallo” oder “Tschüs”). Bei etwas offizielleren Anlässen hört man eher Buon giorno (“Guten Tag”) oder Buona sera (“Guten Abend”). Oft gehen Italiener gleichen Geschlechts Arm in Arm. Titel haben nach wie vor große Bedeutung. Mittlerweile ist auch die Anrede mit dem Vornamen sehr verbreitet. Cafés sind überall in Italien wichtige Treffpunkte. Hier kann man – meist im Stehen – frühstücken, zwischendurch schnell einen Kaffee trinken oder einen Imbiss einnehmen. Zum Essen geht man in ein Restaurant. |
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Ich liebe es... VIVA ITALIA
!!
nNa, ist es nicht herrlich........ |
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| Und das erst... ich will weg, ich will nach ITALIEN.... | |||||||||||||
Kurzinfos:
![]() Die Teilung des Römischen Reiches 395 und die Eroberung Roms durch die Westgoten 410 leiteten den Niedergang des Römischen Weltreiches ein. Die Westgoten zogen zwar ebenso wie die Vandalen, die 455 Rom brandschatzten, bald wieder ab. Doch mit dem Sturz des letzten weströmischen Kaisers Romulus Austulus 476 durch germanische Söldner war der Untergang besiegelt und die Einheit der vormaligen Zentralprovinz Italiens dauerhaft zerstört. 1400 Jahre, bis ins 19. Jahrhundert, war Italien mit nur kurzen Unterbrechungen Spielball und Aufmarschgebiet fremder Mächte.
Während zu Zeiten des Kaisers Augustus noch weit mehr als eine Million Menschen in Rom gelebt hatten, waren es im 8. Jahrhundert nicht einmal mehr 30.000 . Seit dem 6. Jahrhundert kämpften Langobardenkönige, byzantische Exarchen und römische Päpste erbittert um die Macht. Die Päpste baten die Franken um Unterstützung gegen die Langobarden. So kam es dazu, daß Karl der Große 800 in Rom zum Kaiser gekrönt wurde. Von 962 bis 1250 verknüpften sich die deutsche und die italienische Geschichte. Die deutschen Kaiser regierten im "Heiligen Römischen Reich" Nord- und Mittelitalien. Im Investiturstreit prallten seit 1075 die Machtansprüche der Kaiser und Päpste aufeinander, König Heinrich IV. mu0te 1077 im Büßerhemd nach Canossa ziehen. Jahrhundertelang spaltete sich die Bevölkerung in nahezu jeder Stadt des nördlichen und mittleren Italien in die päpstliche Partei der Guelfen und die kaiserliche der Ghibellinen. Die oberitalienischen Städte waren die Wiege des Kapitalismus. |
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Dort kam es seit dem 11. Jahrhundert zum Aufstieg eines neuen Unternehmertums. In Venedig, Mailand, Genua, Pisa und Florenz wurden die modernen Formen von Börse, Buchhaltung und Geldverkehr erfunden, aber auch die ersten Universitäten in Parma und Bolognia gegründet. In kultureller Hinsicht war das 15. Jahrhundert der Höhepunkt. Italien war das Zentrum des Humanismus und der Renaissance und bestimmend für die europäische Kunst und Wissenschaft. Die Blüte war nur kurz: mit der Entdeckung Amerikas verlagerten sich die Handelsströme, Banken und Manufakturen brachen zusammen. Venedig verlor seine Besitzungen im östlichen Mittelmeer an die Osmanen. 1559 erlangte Spanien in Italien die Vorherrschaft, 1713/14 fielen als Folge des Spanischen Erbfolgekrieges Mailand, Neapel und Sardinien an Österreich. |
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Korsika wurde 1768 von
Genua an
Frankreich
verkauft. Napoleon drängte 1796 die Österreicher zurück und krönte
sich 1805 in Mailand zum König von Italien. Mit Ausnahme von Sardinien und
Sizilien kam ganz Italien für kurze Zeit unter napoleanische Herrschaft. Der
Wiener Kongreß stellte 1815 die alte Ordnung mit dem Kirchenstaat und
Österreich
im Norden als vorherrschende Mächte wieder her. Italien blieb ein
geographischer Begriff. Die folgenden Jahrzehnte sind das heroische Zeitalter
des Risorgimento (Wiedererstehung), des legendenumwobenen Kampfes für die
Einheit und Freiheit Italiens. Geheimbünde und Verschwörer zettelten einen
erfolglosen Aufstand nach den anderen an, die alle blutig niedergeschlagen
wurden. 1848/49 wurden die Österreicher vorübergehend aus Mailand und Venedig
vertrieben. In Rom riefen
Garibaldi und
Mazzini die Republik
aus, mußten jedoch vor einem
französischen
Hilfskorps des Papstes kapitulieren. Ein letztes Mal wurde
Österreich
Vormacht, dessen wichtigster Widersacher nun das Königreich Piemont-Sardinien
unter Viktor Emanuel II. und Ministerpräsident
Cavour wurde.
Diesem gelang es, die meisten Liberale und Republikaner hinter sich zu
vereinigen und die Unterstützung des französischen Kaiser
Napoleon II.
zu gewinnen.
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1859 und 1861 wurden
die
Österreicher
entscheidend geschlagen, 1861 nahm
Viktor Emanuel II. den Titel König
von Italien an. Das hohe Zensuswahlrecht (nur 1,9% der Bevölkerung war
wahlberechtigt) beschränkte die politische Repräsentation auf eine schmale
liberal-konservative, häufig adlige Oberschicht. 1870 wurde auch der Rest des
Kirchenstaates Italien einverleibt. Die Haltung des Papstes gegenüber dem
neuen Staat blieb unversöhnlich, er erklärte sich als "Gefangener im
Vatikan"
und verbot den Katholiken Italiens die Teilnahme an Parlamentswahlen. In den
80er Jahres des vorigen Jahrhunderts begann die italienische Kolonialpolitik
mit der Besetzung von
Eritrea
und Somaliland; die Eroberung
Äthiopiens
hingegen scheiterte. 1911 wurde
Libyen
annektiert.
Nach der Ermordung von
König
Umberto I. 1900 leitete der Liberale
Giolitti zunächst
als Innenminister, von 1903 an als Ministerpräsident mit einer umfassenden
Arbeits- und Sozialgesetzgebung eine von hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten
begleitete Reformpolitik ein. Roms Politik nach Ausbruch des Ersten
Weltkrieges war lange Zeit in
Deutschland
Anlaß zu Hohn und Spott über die italienische "Schaukelpolitik". Noch 1882
hatte sich Italien mit dem alten Gegner
Österreich-Ungarn
ausgesöhnt und dem deutsch-österreichischen Zweibund angeschlossen. 1914
erklärte Italien zunächst seine Neutralität und trat erst auf der Seite der
Entente in den Krieg ein, nachdem ihm
England
und
Frankreich
in einem Geheimvertrag territoriale Ansprüche zugesichert hatten. Italien
erklärte im Mai 1915
Österreich-Ungarn
und im August 1916 auch
Deutschland
den Krieg. In 12 verlustreichen Schlachten versuchten die Italiener vergebens,
die österreichischen Alpenfront zu stürmen. In den Friedensverträgen fielen
zwar Südtirol, das Trentio, Jilisch-Venetien, Triest und Istrien an Italien,
nicht aber, wie erhofft, Dalamatien.
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Die Enttäuschung über
den "verlorenen Sieg" verschärfte die inneren Gegensätze, rief zahlreiche
radikale Aktionsgruppen auf den Plan und brachte Italien an den Rand des
Bürgerkrieges. Wirtschaftskrise, Streiks und Revolutionsangst schufen ein
Klima, das den Aufstieg des italienischen Faschismus begünstigte. Mit dem
"Marsch auf Rom" im Oktober 1922 und der anschließenden Berufung
Benito
Mussolinis zum Ministerpräsidenten einer Koalitionsregierung kamen die
Faschisten an die Macht. Schritt für Schritt schaltete
Mussolini alle
oppositionellen Kräfte aus. Das Regime bekam nicht nur autoritäre, sondern
mehr und mehr totalitäre Züge. 1938 wurde eine antisemitische
Rassengesetzgebung erlassen. Seinem ideologischen Ursprung nach war der
Faschismus kaum gemäßigter als der Nationalsozialismus. Aber er entfaltete
sich in einer Gesellschaft, die
Mussolini und seine Gefolgschaft
daran hinderte, ihren Herrschaftswillen in der katastrophalen Konsequenz
durchzusetzen, weil es
Hitler und seiner Partei möglich war. Durch
die prestigeträchtigen Lateranverträge von 1929 gelang den Faschisten der
wichtige Ausgleich mit der katholischen Kirche. 1935 wurde
Äthiopien
überfallen.
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| Im spanischen Bürgerkrieg unterstützte Italien von 1936 an Franco. Nachdem bereits 1936 eine Achse Berlin-Rom verkündet worden war, schloß Italien nach der Besetzung Albaniens im April 1939 mit dem "Stahlpakt" vom Mai 1939 ein Militärbündnis mit Deutschland. Militärisch ungenügend vorbereitet, versuchte Italien zunächst, den Kriegseintritt zu verhindern. Erst im Juni 1940 erklärte Mussolini dem bereits besiegten Frankreich den Krieg. Gebietsbesetzungen auf dem Balkan (Teile Sloweniens und Kroatiens) folgten Niederlagen in Griechenland und Nordafrika. Nach Streiks in Oberitalien im März 1943, der Landung der Alliierten in Sizilien und dem Sturz Mussolinis im Juli 1943 schloß der neue Ministerpräsident Badoglio im September 1943 mit den Alliierten einen Waffenstillstand. | |||||||||||||
| Im deutschen Besetzungsgebiet entstand die faschistische "Republica Sociale Italiana" von Hitlers Gnaden, gegen die sich der antifaschistische Widerstand formierte. Bis zur Kapitulation der deutschen Streitkräfte in Italien im April 1945 befand sich Italien im Krieg und Bürgerkrieg. Obwohl Italien zu den alliierten Streitmächte gerechnet wurde, mußte es im Pariser Friedensvertrag bis auf Südtirol und Triest alle seit 1919 erworbenen und eroberten Gebiet wieder aufgeben. In einem Referendum wurde 1946 die Monarchie abgeschafft, die Königsfamilie mußte das Land verlassen. Das politische Selbstverständnis der Nachkriegsrepublik stützte sich auf Antifaschismus und dem Widerstands-Mythos und damit nur auf die halbe politische Wahrheit. Einheit und Stabilität schienen aber zunächst gefunden. Das Wirtschaftswachstum erreichte in den 50er Jahren europäische Spitzenwerte. Hinter dem Wirtschaftswunder standen dramatische Strukturverschiebungen: noch zu Beginn der 50er Jahre arbeiteten mehr als 40% der Beschäftigten in der Landwirtschaft; insgesamt etwa 5 Millionen Süditaliener übersiedelten seit 1945 in den Norden oder ins Ausland. | |||||||||||||
| Zahlreiche Banken und Industrieunternehmen wurden verstaatlicht. NATO-Mitgliedschaft 1949 und die Römischen Verträge von 1957 banden Italien dauerhaft an den Westen. Unter den neugegründeten Parteien dominierte die Democrazia Christiana (DC) Alcide de Gasperis die Politik. Bis 1994 war die DC an allen Regierungen beteiligt. Erste wirtschaftliche Schwierigkeiten in den 70er Jahren, ständige Regierungswechsel durch innerparteilichen Streitereien der DC und der Terrorismus (Ermordung des ehemaligen Ministerpräsidenten Aldo Moros durch die Roten Brigaden 1978, Bombenattentat faschistischer Extremisten im Bahnhof von Bologna im August 1980 mit 85 Toten) offenbarten jedoch die Labilität des italienischen Systems. Staat und Wirtschaft waren die Beute korrupter Parteipolitiker, deren Herrschaft der "partitocrazia" auf dem tief in der italienischen Geschichte verwurzelten Klientelismus beruhte. | |||||||||||||
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Das Geld für seine
Wohltaten pumpte sich der Staat bei seinen Bürgern: Die Staatsverschuldung
stieg derart an, daß allein 20% des Staatshaushalten für den Zinsendienst
benötigt werden. Der Zusammenbruch des Ostblocks bedeutet auch für die
italienische Politik eine Zeitenwende. Binnen weniger Jahre führten
spektakuläre Enthüllungen und Prozesse zu einer tiefgreifenden Änderung des
politischen Systems. Die PCI, die größte kommunistische Partei Westeuropas,
löste sich im Februar 1991 auf und wurde als Demokratische Partei der Linken
(PDS) wiedergegründet, unter Abspaltung der altkommunistischen Rifondazione
Comunista (R). Im selben Jahr wurde in einer Volksabstimmung eine
Wahlreforminitiative des christdemokratischen Reformpolitikers
Segni
mit überwältigender Mehrheit angenommen.
Die 1989 gegründete
separistische Lega Nord des Lombarden
Umberti Bossi fand in
Norditalien erheblichen Zulauf und erreichte 1992 bei den Parlamentswahlen
landesweit einen Stimmenanteil von 9%. Mailänder Staatsanwälte deckten in der
Aktion "Saubere Hände" seit 1992 das weitverzweigte System der
institutiolanisierten Korruption und enge Verbindungen zwischen Politik,
Wirtschaft und organisierter Kriminalität auf.
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Insgesamt wurde gegen
mehr als 6000 Personen Anklage erhoben.
Bettino Craxi, Parteichef der
Sozialisten und vormaliger Ministerpräsident, erhielt illegal für seine Partei
über 200 Millionen Mark vom Medienzar
Silvio Berlusconi. Der
Christdemokrat
Giulio Andreotti, 19mal Minister und 7mal
Ministerpräsident (und heute Senator auf Lebenszeit), wurde wegen des
Verdachts der Zusammenarbeit mit der Mafia angeklagt. Die DC löste sich 1993
auf, die Nachfolgeorganisationen wurden durch Spaltungen weiter geschwächt.
Bei den Wahlen im März 1994 galt erstmals das neue Wahlrecht. Es siegte eine
Mitte-Rechts-Koalition aus der erst im Januar 1994 gegründeten
liberal-populistischen Forza Italia
Berlusconis, der Lega Nord und
der aus der neofaschistischen MSI hervorgegangenen rechts-konservativen
Nationalen Allianz.
Berlusconi stand jedoch im Zwielicht von
Korruptionsaffären und mußte bereits nach 7 Monaten zurücktreten.
Die Wahlen im April
1996 führten zu einem erneuten Wechsel der Parlamentsmehrheit: das unter
anderem von der PDS getragene Mitte-Links-Bündnis "Ulivo" (Ölbaum) ging als
Sieger hervor. Die neue Regierung des italienischen Ministerpräsidenten
Massimo D‘Alema (50) von der Demokratischen Linken erhielt am 23.12.1999
im Senat, einer der beiden Parlamentskammern, mit 177 von 322 Stimmmen das
Vertrauen. Nur vier Tage nach seinem Rücktritt präsentierte Linksdemokrat
D’Alema das neue Mitte-Links-Kabinett der 57. Nachkriegsregierung
Italiens. Staatspräsident
Carlo Azeglio Ciampi (79) vereidigte die
Minister umgehend. Die meisten Schlüsselressorts des 25-köpfigen Kabinetts
bleiben unverändert. Lediglich vier neue Minister kommen hinzu. Das
Außenressort besetzt weiterhin
Lamberto Dini, das Haushaltsressort
Giuliano Amato, der einzige parteilose Minister. Neuer
Verteidigungsminister ist der bisherige Vize-Regierungschef
Sergio
Mattarella, neuer Innenminister der frühere Bürgermeister der
sizilianischen Stadt Catania,
Enzo Bianco.
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Von heftigem Zorn bis
freudiger Zustimmung hat der Wahlsieg des italienischen Medienunternehmers
Silvio Berlusconi am 14. Mai 2001 bei Politikern in Europa höchst
unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während die Regierung in Österreich
Berlusconi umgehend aus Wien gratulierte und der Rechtspopulist Jörg Haider
von einem "positiven Sieg für Europa" sprach, kündigte Frankreichs
Außenminister Hubert Védrine "Wachsamkeit" an.
Das Mitte-Rechts-Bündnis "Casa
delle Liberta - Haus der Freiheiten" hat unter der Regie von Silvio Berlusconi
(64) die Parlamentswahl in Italien gewonnen. Mit seiner eigenen Partei "Forza
Italia" erlangte der Oppositionsführer und Medienunternehmer 30 Prozent der
Stimmen. Das sind zehn Prozentpunkte mehr als vor fünf Jahren. Der Besitzer
dreier privater Fernsehsender und eines Milliardenvermögens kann dies als
großen persönlichen Erfolg verbuchen. Doch der volle Triumph blieb aus.
Mehrere Parteien in seiner Mitte-Rechts-Koalition "Haus der Freiheiten"
verloren Stimmen. Beobachter rechnen deswegen mit Spannungen in dem Bündnis.
Dennoch wird Berlusconi aller Voraussicht nach im Juni als Chef der 59.
italienische Nachkriegsregierung vereidigt werden.
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| Die postfaschistische Alleanza Nazionale (AN) unter Gianfranco Fini (49) zählt auch zum "Haus". Sie erhielt etwa elf Prozent der Stimmen (minus fünf Prozent). Die AN entwickelte sich aus dem neofaschistischen "Moviemento Sociale Italiano". Fini hatte die Bewegung in den 90er-Jahren übernommen, umbenannt und salonfähig gemacht. Seitdem versucht er, das Image des Neofaschismus loszuwerden. Selbst Hardliner innerhalb seiner Partei brachte er dazu, das Schwarzhemd im Schrank zu lassen. Auch den römischen Gruß mit hochgerecktem Arm verbat er sich. Allerdings bezeichnete Fini den ehemaligen Diktator Benito Mussolini noch 1994 als "größten Staatsmann des Jahrhunderts". | |||||||||||||
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Auch die Lega Nord von Umberto
Bossi (59) ist im Bündnis von Berlusconi vertreten. Ähnlich wie die
rechtpopulistische FPÖ Jörg Haiders pflegt die Lega Nord den
ausländerfeindlichen Tonfall. In der Wahl erzielt sie voraussichtlich etwas
mehr als vier Prozent der Stimmen (minus sechs Prozent). Schon vor fünf Jahren
erlebte der einstige Automechaniker Bossi ein Fiasko, als er in Venedig seinen
Fantasiestaat "Padania" ausrief. Bossi gilt als schwieriger
Verhandlungspartner: "Ich bin ein Barbar. Bei mir muss man Pulver riechen und
Säbelrasseln hören", sagte er einmal über sich. Als Koalitionspartner ist
Bossi nicht zuverlässig. Bereits 1994 ließ er eine Koalition mit Berlusconi
platzen.
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| Italiens Ministerpräsident hat seit Beginn seiner politischen Karriere ein gespanntes Verhältnis zur Justiz. Seit der Medienunternehmer im Frühjahr zum zweiten Mal an die Macht kam, nutzt er sie entschlossen gegen seine Richter. Berlusconi scheint es eilig zu haben. Anstatt zunächst die Wahlversprechen einzulösen - von der Erhöhung der Mindestrenten bis zur Senkung der Steuern -, machte er sich im Windschatten der Weltgeschichte daran, die italienische Rechtsordnung im Sinne seiner Anwälte zu modifizieren. Internationale Rechtshilfe-Ersuchen wurden durch die Einführung zusätzlicher Formalkriterien erschwert, Bilanzfälschung entkriminalisiert. Beide Gesetzesänderungen nutzen vor allem dem Angeklagten Berlusconi und erregen entsprechende Empörung. | |||||||||||||
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Eines der brisantesten Themen
der italienischen Innenpolitik steht ab dem 22.01.2002 im Verfassungsausschuss
des Parlaments in Rom zur Debatte. Regierungschef Silvio Berlusconi schickt
sich mit einiger Verzögerung an, eines seiner Wahlversprechen einzulösen. Es
gilt, den Interessenkonflikt Berlusconis als Medienunternehmer und
Ministerpräsident aus der Welt zu schaffen oder doch zu entschärfen. Wie das
geschehen soll, darüber gehen die Ansichten jedoch noch immer weit
auseinander.
Italiens Ex-Monarchen geht
langsam die Geduld aus. Seit dem Sieg der Republik über die Monarchie in der
Volksabstimmung von 1946 leben die Nachkommen des Königshauses aus Savoyen in
Portugal und in der Schweiz. Alle Versuche, endlich das Einreiserecht zu
erhalten, sind bisher gescheitert. Am 22. Januar hätte der
Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg über eine Klage der Exilierten beraten
sollen. Auf Bitte der Regierung in Rom wurde die Verhandlung nun verschoben.
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| Badespaß und mehr, von Ancona bis Triest | |||||||||||||
| Von Ancona gelangen wir in nord-westlicher Richtung vorbei an Pesaro, dieser Badestrand bekommt drei Sterne, dann Pesaro, vier Sterne und schließlich Rimini, mit fünf Sternen. Wunderbare Strände also und, wer kennt sie nicht die Urlaubshochburg Rimini, hier fliegt man dank des Flughafens hin, oder man nimmt die Jacht, sofern man eine hat, aber einen Anlege- platz findet man hier bestimmt, aber nur die Ruhe, auch eine Autobahn verbindet den Touristen mit dieser Hochburg, voller Erholung, Spannung, Spaß und, sogar Sehenswürdigkeiten die es gilt nach Lust und Laune zu besehen. Kultur auf seine Art und Weise, selbst der berühmte italienische Dichter Dante erwähnt vor 700 Jahren die unglückselige Beziehungen von Francesca da Rimini, das wünschen wir uns nicht, sondern einen wunderbaren Urlaub mit all seinen Höhepunkten, hier sind die Vorrausetzungen mehr als ideal, also... have more fun. Wer Italien gerne mal in Kleinformat sehen möchte, sollte 8 km nord-westlich in Richtung Rivabella fahren, dort kann er auf Italien herummarschieren, ein Garten bildet die Oberflächen- gestalt des Stiefels nach, es lohnt sich. Im Landesinneren liegt San Marino, ein eigenständiger Staat, wo die Formula 1-Rennen stattfinden. | |||||||||||||
Wir dagegen ziehen weiter in
den Norden, die Zeit drängt, in diesem Küstenabschnitt gibt es einiges zu
bestaunen, In gleicher Richtung immer den stiefel herauf erreichen wir nach
kurzer Zeit Ravenna, eine Stadt mit Kirchen, verziert mit Mosaiken, wo das
Auge hinschaut, strahlende Farben, es schadetnicht sich diese Kirchen
abzuklappern, man erspäht die Taufe Christi, die zwölf Apostel und noch
einiges Mehr. Wer noch Zeit und Muße hat kann sich das Grabmal des Theodorich
anschauen, zwei Etagen hat der Sarkophag Platz, die Kuppel besteht aus einem
einzigen Wölbungsgestein. |
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| Im Lande, westlich stößt man auf Bologna, die berühmte Universitätsstadt Italiens, hier gab es schon vor knapp 800 Jahren eine Bildungsstätte, im historischen Zentrum, wo wunderschöne Torbögen sich in die Weite und Länge ziehen, Neptunsbrunnen, Paläste, genug zu bewundern. Wieder Richtung Küste, überfliegen wir Ferrara, mittelalterliche Strassen weisen einem den Weg durch und zur Altstadt, berühmt allerdings ist Ferrara durch seine Malerschule. Mit der Kleinen Halbinsel nördlich beginnt die Region Venetiens, drunherum, gelangen wir an die Riviera del Brenta, Villen mit herrlichen Gärten präsentieren sich hier mit aller Kunst, hier feierten die Patrizier großartige Feste, die sie mit Musik von Vivaldi untermalten. Den Brenta-Kanal entlang durch die berühmten Orte Stra, Dolo, Mira und Malcontenta erreichen wir endlich Venedig, durch den Canale Grande. An diesem Ort wird so manches frischverheiratete Pärchen verzaubert von dem feenhaften Licht über der Lagune von Venedig. Die vielen Brücken, die vielen Kanäle, der Markusplatz, die Markuskirche, der Campanile...es lohnt die Besichtigung, wer eine Gondel zur Fort- bewegung benutzen möchte, sollte entweder gut feilschen können oder den Preis außer Acht lassen. Die Reise geht weiter, jetzt in östlicher Richtung, linkerhand liegen die vielen Urlaubsgebiete Jesolo, Caorle, Bibione, Lignano Sabbiadoro (goldener Sand) und Grado, ohne Zwischenstop geht es an unser Ziel, Triest liegt vor uns. Auf dem San-Giusto-Hügel lag das antike "Tergeste", es wurde von einem Kastell bewacht, in dem heute ein Museum ist, wir schauen uns die alte Waffensammlung an, im Museum für Kunst und Geschichte betrachten wir alte griechische Vasen, noch das Schiffahrtsmuseum, doch das soll reichen, wir setzen uns an das Wasser, schauen auf das gegenüberliegende Muggia, ein Dom, der Campanile und der Sonnenuntergang, Buona Sera. | |||||||||||||
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